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Zuletzt geprüft am 2026-05-13. Wo eine Aussage auf einer konkreten Studie beruht, wird die Studie beschrieben und nicht überinterpretiert.
== Zelluläre Abläufe bei der Bildung von Pseudopodien == Am Beispiel der Amöben sollen die zellulären Abläufe verdeutlicht werden: Amöben besitzen ein äußeres, hyalines Ektoplasma, welches im Gel-Zustand vorliegt, und ein inneres granuläres Endoplasma, welches im Sol-Zustand vorliegt. In der Grenzschicht zwischen Endoplasma und Ektoplasma befinden sich Actin- und Myosinfilamente, deren Aneinandergleiten und -haften ähnlich wie beim Kontrahieren und Erschlaffen von Muskelzellen zu einer Steifheit des betroffenen Bereiches führt. Ein Actinbindungsprotein (ABP) verknüpft Actin zu einem gelartigen Netz. Steigt nun der Calciumgehalt, so wird Gelsolin frei, welches die Actinfilamente zerlegt. Dies hat zur Folge, dass in dem Wirkungsbereich des Gelsolin das Ektoplasma in den Sol-Zustand übergeht und somit verschwindet (Aggregatzustandswechsel). Die Actin-Myosin-Interaktion wird an der Stelle aufgelöst. Am gegenüberliegenden Ende, dem physiologischen Ende (Uroid) der Zelle, bleibt diese Interaktion bestehen und kontrahiert. Dadurch wird das Endoplasma verdrängt und strömt nach vorne, wo kein Ektoplasma, also keine gelartige Hülle mehr vorhanden ist. Das Endoplasma kann also in diesem Bereich das Actin-Myosin-Netz passieren, nicht aber die granulären Einschlüsse und Zellorganellen. Diese Plasmaströmung führt zum Einziehen von Pseudopodien am Uroid. Dadurch kommt es zur Faltenbildung der Zellmembran und zur Bildung von neuen Pseudopodien am Vorderende durch Ausstülpung der Zellmembran. Die Pseudopodien verschwinden erst wieder, wenn das ABP die Actinfilamente wieder aufbaut.
Quellen: de.wikipedia.org
== Literatur == P. K. Mattila, P. Lappalainen: Filopodia: molecular architecture and cellular functions. In: Nature reviews. Molecular cell biology. Band 9, Nummer 6, Juni 2008, S. 446–454, ISSN 1471-0080. doi:10.1038/nrm2406. PMID 18464790. (Review).
Quellen: de.wikipedia.org
Schizosaccharomyces pombe ist eine Spalthefe, d. h. ein Hefepilz, der sich nicht durch Sprossung (Knospung), sondern durch Teilung der Zelle in zwei Hälften („Spaltung“) vermehrt. Es handelt sich um einen stäbchenförmigen einzelligen Eukaryoten, der in der Molekular- und Zellbiologie häufig als Modellorganismus verwendet wird.
Quellen: de.wikipedia.org
== Geschichte == Aus ostafrikanischem Hirsebier isolierte Paul Lindner 1893 am Institut für Gärungsgewerbe diese Spalthefe. Die Artbezeichnung pombe stammt vom Swahili-Wort für Bier (Pombe). Als ein Modellorganismus in der Zellbiologie wurde es von Murdoch Mitchison in den 1950er Jahren eingeführt. Der britische Biochemiker Paul Nurse erhielt für seine Arbeiten über die Zellzyklusregulation in der Spalthefe im Jahr 2001 zusammen mit Leland H. Hartwell und Tim Hunt den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Die Genom-DNA-Sequenz von Schizosaccharomyces pombe wurde 2002 publiziert. 2006 publizierten Akihisa Matsuyama und Kollegen die subzelluläre Lokalisation aller Proteine.
Quellen: de.wikipedia.org
== Varianten == Etwa 160 natürliche Stämme von Schizosaccharomyces pombe sind identifiziert worden, die unter anderem aus Europa, Asien und Amerika stammen. Die Mehrzahl dieser Varianten wurden auf Früchten wie Äpfel und Weintrauben oder in alkoholischen Getränken, wie dem brasilianischen Cachaça, gefunden. Schizosaccharomyces pombe ist auch in fermentiertem Kombucha-Tee enthalten. Es ist nicht bekannt, ob die Hefe maßgeblich an der Fermentation beteiligt ist oder lediglich als Begleiter von aktiveren Mikroorganismen auftritt. Schizosaccharomyces-Hefen sind bislang noch nicht ausgiebig untersucht worden.
Quellen: de.wikipedia.org
Saccharomyces cerevisiae hat ~ 5600 offene Leserahmen, Schizosaccharomyces pombe hat 5054 Saccharomyces cerevisiae hat 16 Chromosomen, Schizosaccharomyces pombe hat 3 Saccharomyces cerevisiae ist normalerweise diploid, während Schizosaccharomyces pombe normalerweise haploid ist Saccharomyces cerevisiae befindet sich vor allem in der G1-Phase, während Schizosaccharomyces pombe sich vor allem in der G2-Phase befindet.
Quellen: de.wikipedia.org
Schizotomie (Zweiteilung) ist in der Biologie die Zweiteilung einer Mutterzelle durch einfache mitotische Teilung in zwei genetisch identische Tochterzellen bei Einzellern. Die Mutterzelle wird vollständig auf zwei Tochterzellen aufgeteilt. Dies stellt die einfachste Form der vegetativen Fortpflanzung dar. Die Schizotomie unterscheidet sich von der Zellsprossung, weil in diesem Fall die Tochterzelle zuerst deutlich kleiner ist als ihre Mutterzelle. Beispiele für diese Fortpflanzung sind der zu Gelbgrünen Algen gehörende Ankylonoton pyreniger und die zu den Dinoflagellaten gehörende Art Ceratium hirundinella.
Quellen: de.wikipedia.org
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